Witzig


Peach Weber: Abschiedskonzert mit Weltrekord

Peach Weber "So bin ich halt"
Peach Weber "So bin ich halt"

 

Diese Kassette hörten wir als Kinder wieder und wieder: Peach Weber „So bin ich halt“ Ich weiß nicht mehr, wie sie damals in unsere Hände gelangt ist, oder ob wir sie selbst bei jemandem aufgenommen haben, der damals die Schallplatte hatte.

 

In einer Zeit als wir sehr über Otto Waalkes und seine Späße lachen konnten, haben wir uns nicht minder bei Peach Weber amüsiert, der in einem schweizer Dialekt daher kam. Jene Platte wurde nach Peach Webers eigenem Bekunden während seiner Europatournee durch die Städte Mainz, Lörrach, Essen und Wiesbaden aufgenommen.

 

Während seines Auftritts vor schätzungsweise maximal 500 Zuhörern geht der Schweizer Komiker mit viel Understatement an die Sache und schildert zunächst die steten Anfänge seiner steilen Weltkarriere. Ähnlich wie Otto Waalkes auf seinen alten Schallplatten belebt auch Peach Weber seine virtuosen musikalischen Darbietungen durch deren Ankündigung und manchen Geschichten, die um sie herum gesponnen werden, bis er sie tatsächlich in sehr komischer Weise zu Gehör bringt – und auf manchen überraschenden Umstand hinweist. So wissen vermutlich die wenigsten, dass Peach Weber 1974 bis zur 22. Minute in der schweizerischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Deutschland mitgespielt hat …

 

 

Peach Weber, lässig
Peach Weber, lässig

Diese meines Wissens einzige Platte, die dieser grandiose Komiker (64) in hochdeutscher Sprache aufgenommen hat, empfehle ich allen, die Spaß an Wortspielen und Dialekt haben. Peach Weber hat es übrigens tatsächlich in das Guinnes-Buch der Rekorde geschafft – und zwar mit dem längsten Kartenvorverkauf: Am 15. Oktober 2027 gibt er sein Abschiedskonzert im Hallenstadion Zürich. DJ Bobo und andere sollen zugesagt haben.

 

(Dieses ist meines Wissens die einzige Schallplatte, die Peach Weber in hochdeutscher Sprache aufgenommen hat. Die schweizerische Aufnahme „So bin i halt“ verstehe ich fast gar nicht.)



Spiriwitz

Spiriwitz
Spiriwitz

Der Meister und sein Schüler sitzen nebeneinander im Viererabteil eines Zuges, der durch die Schweiz fährt. Nach einem Halt setzen sich ihnen gegenüber zwei Frauen. Die eine ist eine Nonne, die andere offensichtlich ein leichtes Mädchen, das Kaugummi kauend ihre Reize zu Markte trägt. Der Zug fährt weiter und als er in einen Tunnel fährt, ist es im Abteil mit einem Mal stockdunkel. Klatsch, eine schallende Ohrfeige erklingt und der Zug taucht wieder aus dem Tunnel auf. Der Schüler hält sich die Wange und schaut entgeistert zur Nonne, die missbilligend den Kopf schüttelt und denkt: „Da ist der Schüler wohl dem leichten Mädchen zu nahe gekommen und hat sich eine gefangen.“ Der Schüler schaut zum leichten Mädchen, das ebenfalls verständnislos den Kopf schüttelt und denkt: „Da wollte der Schüler sich an mich heranmachen und hat wohl die Nonne erwischt, Trottel!“ Der Schüler denkt: „Das kann doch wohl nicht wahr sein! Da macht sich mein Meister an eine der beiden heran und ich bekomme die Ohrfeige, wie gemein! Er schaut zu seinem Meister, der weise lächelt und denkt: „Im nächsten Tunnel knall ich dir noch eine.“

 



Parker

Vorsicht! Unberechtigte Parker werden angekrallt.
Vorsicht! (Gesehen in der Neustadt, Flensburg)

Dass die Parker (und nicht die Fahrzeuge) hier angekrallt werden, habe ich erst auf den zweiten Blick gesehen. Als ich dieses Schild sah, musste ich lachen, weil ich zuerst abgeknallt gelesen hatte.

Laut Wikipedia soll schon 1976 ein Mann namens Graham Rawlinson im Zuge einer Dissertation an der University of Nottingham festgestellt haben, dass die Reihenfolge der einzelnen Buchstaben in einem Wort unser Leseverstehen nur begrenzt beeinflussen, sofern Anfangs- und Endbuchstaben beibehalten werden.

 



Herrenstall

Herrenstall
Herrenstall

Auf der Flensburger Amüsiermeile am Hafen stößt man auf diesen seltsamen Strassennamen: Herrenstall

Eine historische Gasse, die im Dänischen Herrestaldene heißt. Diese enge Gasse führt hinauf zur Norderstraße, die man am Gesundheitsamt betritt, wo es unter anderem die inzwischen berühmten Flensburger Schuhe zu sehen gibt, die

Flensburger Schuhe, Norderstraße
Flensburger Schuhe

dort über der Strasse an Leitungen hängen. Bilddetail (links): Unten rechts ist einer der ansonsten grauen Fernmeldekästen zu sehen, die in hier vielerorts bunt bemalt sind.



Noch schwarz?

Black Prince
Black Prince

Eines Tages rief mich meine Lektorin an und fragte mich, wie es dem schwarzen Hengst gehe. Tage zuvor hatte ich ihr einen Text mitgegeben, den ich übersetzt hatte.

Ich antwortete, dass es ihm recht gut ginge und er in den folgenden Kapiteln und Abenteuern des Murdo MacDonald-Bayne wacker seine Last trage.

Sie fragte, ob er noch schwarz sei, der Hengst ...

Ich kam nicht drauf ...

Meine Übersetzung lautete: "Ich war sehr glücklich, dass mir dieses treue tibetische Pony für den ganzen Weg nach Zamsar und zurück zur Verfügung stand. Es war ein noch schwarzer Hengst, ohne einen einzigen weißen Flecken und sehr sicheren Schrittes. Ich nannte ihn Black Prince. Am Anfang war er etwas stürmisch, aber er beruhigte sich als wir einander kennenlernten. Es war mir stets gegeben, gut mit Pferden umgehen zu können, weil ich in meiner Jugend mit ihnen aufgewachsen war." Ich hatte die englischen Wörter yet und jet verwechselt und zudem wenig bis gar keine Ahnung von Pferden. Es erschein mir durchaus möglich, dass Pferde mit der Zeit aufhellen.