· 

Die Abhängigkeit von einer äußeren Quelle führt zu Verwirrung, Kummer und Angst


Life More Abundant by Murdo MacDonald-Bayne
Life More Abundant by Murdo MacDonald-Bayne

Auf den Tag genau vor 73 Jahren, am 29. Mai 1951, hält Murdo MacDonald-Bayne in Pretoria, Südafrika, einen Vortrag namens "To Depend On Any Outside Agency Tends To Confusion, Sorrow And Fear" (Die Abhängigkeit von einer äußeren Quelle führt zu Verwirrung, Kummer und Angst), der in seinem posthum veröffentlichten Buch "Life More Abundant", Band 2, Lesung 7, nachzulesen ist. Von dieser Lesung existiert eine äußerst hörenswerte knapp 55 Minuten lange Tonbandaufnahme von exzellenter Tonqualität. Es handelt sich dabei um die 1. Aufnahme dieser Lesung, wie sie im englischen Buch dargestellt wird. Am Ende des Buches gibt es als "Additional Material" (Zusätzliches Material) angefügt eine weitere Aufnahme aus Johannesburg, ebenfalls Lesung 7, vom 15. März 1951. Dr. Bayne beginnt seine Lesung am 29. Mai 1951, indem er weitere Vorträge ankündigt, woraufhin er in typischer Weise seinem Vortrag ein Bibelzitat voranstellt. Sie können unten den zuvor an seine Schüler ausgegebenen Lesungstext in normaler Schrift verfolgen - und die Einschübe, wo er frei spricht, sind kursiv dargestellt:

[00.00] Es wird noch zwei weitere Vorträge in dieser Reihe geben, den ersten am 5. und den letzten am 12. Juni.

[00.00] There will be two more lectures in this series, that will be on the 5th and the last will be on the 12th of June.

[00.11] Die Abhängigkeit von einer äußeren Quelle führt zu Verwirrung, Kummer und Angst

[00.11] To Depend On Any Outside Agency Tends To Confusion, Sorrow And Fear

[00.21] Leib und Seele mögen versagen, aber Gott ist meine Stärke, mein Eigentum für immer.“ Psalm 73: 26

[00.21] “Body and soul may fail but God my strength is mine, my own for ever more.” Psalm 73: 26

[00.34] In den Psalmen Davids sehen wir deutlich, dass er das Wissen, dass er die Weisheit der Wahrheit besaß. Wohlgemerkt konnte er all die Dinge sehen, die außerhalb seiner selbst lagen, und er fürchtete auch einige dieser Dinge. Ich sage nicht, dass David vollständig war, denn wenn ich seine Psalmen durchlese, finde ich zwar in vielen von ihnen die Wahrheit, viele andere jedoch bergen überhaupt keine Wahrheit. Das zeigt Ihnen, dass David natürlich Angst vor dem Äußeren hatte, aber als er zur Vernunft kam, erkannte er, dass es in der Wirklichkeit keine Angst gab. Wenn die Wirklichkeit im Individuum ihren Platz einnahm bzw. wenn das Individuum seiner selbst und dessen, was hinter dem Ich stand, gewahr wurde, dann verschwand die Angst. Er wusste, dass weder Tod, noch Opfer, noch irgendetwas Anderes, noch irgendeine Art von Leid das Leben, das in seinem Inneren wirklich war, beeinträchtigen konnte.

[00.34] Psalms of David we see clearly how he had the knowledge, had the wisdom of the Truth. Although, mind you, he could see all the things that were external to himself and also he feared some of them. I do not say that David was complete because if I read through his Psalms I only find in many of them the Truth, many of them have no Truth in them at all. Which shows you that David of course feared the external but when he came to his senses he realised that there was no fear in Reality. That when Reality took place, took its stand in the individual or the individual became aware of himself and that which was behind the self then fear disappeared. He knew that there was neither death, nor sacrifice, nor anything else, or affliction of any kind that could affect the Life that was Real within.

[01.56] Halten wir nicht ständig unsere Illusion aufrecht, hinter der wir uns verstecken, während wir die Phrasen "Gott ist Liebe", "Gott ist Weisheit", "Gott ist Wahrheit", "Gott ist Leben" wiederholen? Solange wir uns hinter unseren Illusionen verstecken, kann Gott niemals eine Wirklichkeit für uns sein.

[01.56] Are we not continually perpetuating our illusion behind which we hide while repeating the phrases God is Love, God is Wisdom, God is Truth, God is Life? God can never be a Reality to us while we hide behind our illusions.

[02.21] Das sind unsere Illusionen, unsere Gedanken, unsere Ängste, unser Glaube an die Tradition, und wir verstecken uns hinter diesen Dingen und denken, dass diese Dinge wirklich sind, obwohl sie überhaupt nicht wirklich sind - die einzige Wirklichkeit ist Gott! Und wenn wir sie sehen und denken, dass diese äußeren Dinge wirklich sind, dann bergen wir keine Kraft der Wahrheit in uns. Nur wenn wir erkennen, dass diese Illusionen existieren, und was sie sind, können wir sie richtig erkennen und auflösen.

[02.21] These are our illusions, our thoughts, our fears, our beliefs in tradition and we hide behind these things and we think that these things are real when they are not real at all—the only Reality is God! And if we see and we think that these things external are real then we have no power of the Truth within us. It is only when we realise those illusions to be and what they are, then can we discern them properly and dissolve them.

[03.04] Nur wenn wir jenes verstehen, was nicht wahr ist, können wir zu jenem gelangen, was wahr ist. Sind wir nicht der Ausdruck des Lebens selbst, der Ausdruck der lebendigen Gegenwart? Daher müssen wir uns weigern, unser Denken von Traditionen, Überzeugungen, Glaubensbekenntnissen, Nationalitäten usw. beeinflussen zu lassen, welche die Ursache für unsere Trennung, Begrenzung und Illusionen sind. [...]

[03.04] Only by understanding that which is not true can we arrive at that which is true. Are we not the expression of Life Itself, the expression of the Living Presence? Then we must refuse to let tradition, beliefs, creeds, nationalities etc. which are the cause of our separation, limitation, and illusions influence our thinking. [...]