Troxler-Mendel-Biographie


Kurzbiographie von L. Mendel, P. Troxler (und Ahimsa)
Geschrieben 1984 von Paul Troxler aus Pretoria, Südafrika, ein Schüler von Dr. Bayne, und redaktionell von Lora Mendel, Kanada, bearbeitet. Vermutlich 1985 auf den früheren Webseiten eines Mannes namens Ahimsa, Neuseeland, um Heilungsberichte ergänzt, die ebenfalls von Paul Troxler stammen. 2019 von Thomas Staudt aus Deutschland überarbeitet und derart zusammengefügt, wie sich diese Kurzbiographie auf der Webseite von Ahimsa stringent darstellte.


Eine biographische Skizze des Lebens von Dr. Murdo MacDonald-Bayne M. C., Ph. D., D. D.

Paul Troxler
Paul Troxler

Es ist nur allzu verständlich, dass Schüler der Wahrheit, die einige Bücher von Dr. MacDonald-Bayne gelesen und seine Aufnahmen gehört haben, mehr über den Mann wissen wollen, der der Welt so viel Weisheit gab und uns in einer so einfachen Sprache zeigte, wie man das Gesetz der Schöpfung, das Gesetz des Lebens, anwendet.
Sie müssen verstehen, wie schwer es für einen seiner Schüler und Anhänger  zu schildern ist, welcher Art dieser Mann war, ganz einfach, weil er uns während seiner gesamten Lehre und während seiner Zeit bei uns in Südafrika immer davor warnte, ihn abseits unserer selbst auf ein Podest zu setzen.
„Dr. Mac“, wie wir ihn immer noch nennen, lehrte uns, nicht auf das physische Wesen zu schauen, sondern die Wirklichkeit in jedem Menschen zu sehen, denn diese unsichtbare, geistige Wirklichkeit ist unsere wahre Identität. Ich hoffe, dieser kurze biographische Artikel kann dazu beitragen, einen Blick auf den Mann zu gewähren, der von seinen Schülern und Studenten oft als „Meister“ bezeichnet wurde.

Er wurde am 21. Juni 1887 in Kenmore, Perthshire, Schottland, als zweiter Sohn eines Landbesitzers geboren (mehr). Er wurde Murdo Bayne MacDonald genannt, „Bayne“ war der Mädchenname seiner Mutter, den er später als Nom de Plume verwendete.
Seine frühe Kindheit verbrachte er im strengen religiösen Umfeld einer typisch schottischen Familie (mehr), und als er erst sechs oder sieben Jahre alt war, machte er eine für ihn sehr bewegende geistige Erfahrung. Er sah die lebendigen Gesichtszüge Christi im geschlossenen Fenster seines Zimmers. Erschrocken darüber fiel er in eine Ohnmacht. Nach dieser Erfahrung konnte er Dinge sehen und hören, von denen andere Menschen nichts wussten. Er fand auch heraus, dass er aus großer Höhe hinabspringen konnte und sich dabei derart in der Luft halten konnte, dass er ihm gelang, langsam und sanft zu landen (mehr). Das war eine Yoga-Leistung, über die er mehr lernte als er heranwuchs.
Es war aber auch zu dieser Zeit, als er mit seinem älteren Bruder (mehr) auf die Felder ging und über einen Bach sprang, auf einem losen Stück Stacheldraht landete und einer der Widerhaken durch sein linkes Auge drang. Er wurde im Krankenhaus von seinem Onkel behandelt, der ihn operierte, um das geschädigte Auge zu entfernen – danach trug er immer ein Glasauge.
Als junger Mann begann er ein Medizinstudium, fand es jedoch zu materialistisch und zog es vor, die gesundheitsfördernden Prozesse des Lebens auf natürlichere Weise zu behandeln (mehr). Im späteren Leben wurde ihm der Grad der Doktors der Göttlichkeit (Divinity) und der Philosophie verliehen.
Er heiratete 1913 und schließlich wurden zwei Söhne aus dieser Ehe geboren.

Als im Jahre 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, trat er der Highland Light Infantry bei und wurde als Champion Piper zum Pipe Major ernannt. Er erhielt seine erste Beförderung am 16. September 1917 zum Second Lieutenant und wurde am 16. März 1919 Lieutenant. Er wurde mit der British War Medal, der Victory Medal und dem Military Cross ausgezeichnet (mehr).
In der Schlacht an der Somme in Frankreich wurde Dr. Mac schwer verwundet und für vier Tage tot geglaubt auf dem Feld gelassen. Dies ist seine eigene Beschreibung des Geschehens:
„Während dieser Zeit, die ich ‚auf der anderen Seite‘ verbrachte, wurde ich angewiesen, in meinen physischen Körper zurückzukehren, weil meine Arbeit darin bestünde, der Welt die Wahrheit zu sagen. Als sie kamen, um die Leichen für die Bestattung in einem Massengrab zu bergen, hörte einer der Männer der Ambulanz mein Stöhnen und rief, „Hier ist ein am Leben!“ Ich wurde ins Feldlazarett gebracht und sofort operiert. Ich hörte deutlich, wie der Arzt erwähnte, dass es möglich wäre, das andere Auge zu verlieren, und ich entschied innerlich, dass das nicht geschehen würde. Während der gesamten Operation war mir bewusst, was geschah, obwohl ich nicht sprechen konnte, denn eine der Wunden betraf die Kehle. Also half ich außerhalb des Körpers bei der Operation. Nach der Genesung und einer Erholungszeit kam ich wieder zu den Streitkräften und durchlief die Nahost-Kampagne.
Er wurde 1920 mit einer Victory Medal demobilisiert und brachte seine Familie nach Neuseeland und Australien. Als die Kinder älter wurden, kehrten sie nach England zurück, um ihre Ausbildung zu beenden.

Dr. Mac, (wie er liebevoll von seinen Schülern genannt wurde), startete seine Heilungskampagne und tourte durch 23 Länder, wobei er Vorträge hielt, wohin auch immer er ging, da es sein Werk war, zu unterrichten und zu heilen. Seine Lehren waren sowohl auf Gesundheit als auch auf Psychologie ausgerichtet, wie zum Beispiel, dass man bekommen könnte, was immer man wolle, wenn man es beständig visualisieren würde, selbst wenn es für die eigene Entwicklung nicht geeignet sei. Dieser Ansatz änderte sich einige Jahre später nach Aufenthalten in Indien und Tibet, wo er Yoga studierte und beherrschte und sich außerdem in der Ausübung von Telepathie, Astralreisen, Tumo und Heilung auskannte. In einigen seiner Bücher gibt es bestimmte Anweisungen bezüglich des tiefen Atmens, der Entspannung und der Erhöhung der Energie durch die Chakren.
Das College of Universal Science wurde Anfang der 1930er Jahre im englischen Manchester gegründet, wo er Kurse zu Metaphysik und Gesundheit gab. Einige der Vorträge, die er gehalten hat, sind in den letzten Jahren bekannt geworden und werden unter dem Originaltitel „Der Supreme Power Course (ein Kurs mit 22 Lektionen)“ veröffentlicht. [Sie sind jetzt über MacDonald-Bayne Publications in Kanada für die Öffentlichkeit zugänglich.]
Als er eines Tages an einer Séance in Edinburgh teilnahm, erhielt er die Nachricht, „Geh nach Johannesburg!“, wo er für weitere geistige Arbeit benötigt würde (mehr). Dies tat er und wurde von seiner Schwester, Frau Chisholm, begleitet, die den Haushalt führte und sich um ihn kümmerte, während seine Ehefrau und ihre Kinder in England blieben, um ihre Ausbildung fortzusetzen (mehr).
Es muss Mitte der 1930er Jahren gewesen sein, dass er nach Johannesburg und Kapstadt kam, weil er zu dieser Zeit in Kapstadt ein Heilungszentrum gründete.
In diesem Stadium erhielt Dr. Mac eine weitere geistige Botschaft, in der er aufgefordert wurde, „nach Tibet zu kommen.“ Seine Hingabe, sein Wunsch, tiefere Wahrheiten zu erlernen und seine Fähigkeiten als Heiler zu stärken, all das hatte eine tiefe Spiritualität in ihm entwickelt. Als diese Nachricht kam, brach er sofort auf und reiste durch Indien, um schließlich den Himalaya und Tibet zu erreichen.
Wenn Sie seine späten Bücher „Beyond the Himalayas“ und die Fortsetzung „The Yoga of the Christ“ lesen, können Sie sich glücklich schätzen, Einzelheiten darüber zu erfahren – über seine Erfahrungen und Reisen, über das Studium und die Übungen samt der höheren geistigen Anweisungen, die er von lebendigen Meistern erhielt und welche die Grundlage für seine späteren Lehren bildeten (mehr).
Er reiste viele Kilometer durch das raue tibetische Terrain, besuchte Klöster und hatte das Privileg, außergewöhnliche Taten und Demonstrationen sowohl geistiger als auch physischer Natur zu erleben, die unter gewöhnlichen Umständen nicht zu erklären sind. Er entwickelte sein Talent der Telepathie und lernte, seinen Körper nach Belieben zu verlassen, beherrschte das Pranayama und erlangte durch mehrtägige Meditationen ein tiefes Wissen über das ewige und stets währende Leben.
Nach seiner Rückkehr in die sogenannte zivilisierte Welt nahm Dr. Mac seine Reisen wieder auf und gründete Zentren in verschiedenen Commonwealth-Ländern, Kanada und den USA (mehr). Noch heute gibt es in vielen Ländern Menschen, die sich noch an seine Gespräche und Heilungssitzungen erinnern, obwohl ihre Zahl aufgrund des zunehmenden Alters der ursprünglichen Schüler immer geringer wird.
Dann wurde Dr. MacDonald-Bayne erneut nach Südafrika geführt, wo Herr Andrew Hutt, einer seiner ehemaligen Schüler, den Doktor (ca. 1944) offiziell bei öffentlichen Versammlungen in Johannesburg und Pretoria vorstellte. Hier baute er sein College of Universal Science und die Sanctuary of the Silent Healing Power (Zuflucht der Stillen Heilkraft) aus und wurde bald sehr bekannt, wobei er zweimal in der Woche einen Vortrag hielt, donnerstags in Johannesburg und dienstags in Pretoria, wobei er täglich seine Heilarbeit sowie sein Schreiben fortsetzte.
Seine monatlichen Briefe wurden weltweit verschickt und halfen vielen Menschen. Mitte der 1940er Jahre wurden seine Gespräche auf Drahttonbändern aufgenommen, von denen über einhundert erhalten geblieben sind.
Niemandem wurde je die Hilfe verwehrt und viele verbürgen sich auch für seine Heilungen aus der Ferne, da er am Bett eines Menschen erscheinen konnte, der um Hilfe gebeten hatte, weil er seinen Körper nach Belieben verlassen, im Astralen reisen und auftauchen konnte, wo immer er benötigt wurde. Mit Hilfe seiner geistigen Lehrer und der Meister Tibets gelang es ihm, einige bemerkenswerte Heilungen zu erzielen, einige würden sie als „Wunderheilungen“ bezeichnen. Lassen Sie mich Ihnen von einigen Geschehnissen berichten.
Herr A. war zu jener Zeit ein junger, sehr bekannter Rennfahrer auf dem South African Circuit. Er lebte mit seinen Eltern in Kapstadt. Als er eines Tages mit einem befreundeten Mechaniker an einem Rennwagen in seiner Garage arbeitete, bemerkte er, dass ein an der Seite des Wagens angebrachter Hebebock wegrutschte, während sein Freund noch darunter beschäftigt war. Die Gefahr für seinen Freund erkennend, ergriff Herr A. ohne Zögern die Stoßstange des Wagens, hielt den Wagen und schrie, dass der Mechaniker herauskommen solle, was ihm gelang.
Der Hausarzt wurde konsultiert und er wies den jungen Mann zur Röntgenuntersuchung in ein Krankenhaus ein. Die Untersuchungen ergaben, dass ein Rückenwirbel gebrochen war und von dort an seine unteren Gliedmaßen gelähmt waren. Er hätte für eine lange Zeit im Krankenhaus bleiben können und Aussicht auf eine sehr aufwendige Operation gehabt. Es wurde erwogen, aber man war sich der ganzen Sache sehr unsicher.
Seine Mutter, die mit Dr. Mac sehr gut befreundet war, rief ihn an, erklärte die missliche Lage und fragte: „Was soll ich tun?“ Er sagte: „Ich werde ihn in der Zwischenzeit behandeln, aber du musst ihn herbringen.“
Da Herr A. sich nicht bewegen konnte, wurde dieses unter erheblichen Schwierigkeiten mittels einer Ambulanz und der Eisenbahn bewerkstelligt. Nach nur einer Behandlung konnte er sich wieder bewegen. Nach einer zweiten Behandlung berührte er seine Zehen. Er wurde zu seiner Familie zurückgebracht, wohl und munter, und konnte laufen. Die Mutter brachte ihn wieder in das Krankenhaus nach Kapstadt, wo er ein weiteres Mal geröntgt wurde, was ergab, dass keine Funktionsstörungen vorlagen und der Arzt kommentierte es mit den Worten: „Nun, ich kann nur sagen, dass es ein verdammtes Wunder ist!“
Es gibt sehr viele Fälle, in denen davon berichtet wird, dass Dr. Mac schon im Sprechzimmer, während er den Patienten der erste Mal sah, sagte: „Sie kommen zu mir wegen Diesem und Jenem, und Ihr Arzt kann Ihnen nicht helfen. Kommen Sie her und befolgen Sie einfach meine Anweisungen und wir werden das für Sie in Ordnung bringen.“
Für gewöhnlich hatte er seine Patienten auf einem Behandlungstisch liegen und entspannte sie gründlich, …entspannen, entspannen, entspannen, … und brachte sie zur Ruhe, wobei einige sogar in einen leichten Schlaf fielen. Nachdem die Patienten sich entspannt hatten, kam Dr. Mac üblicherweise ins Behandlungszimmer und sprach zu ihrem Geist, um auf einem unterbewussten Level „Gesundheit“ zu kommunizieren und sie durch die ihm gegebene Macht zu einem rechten Leben zu führen. Er gab ihnen meistens eine Botschaft, nach der sie leben sollten. Eine seiner liebsten Gedanken-Samen war: „Vater, du leidest nicht daran, also kann dein Kind auch nicht daran leiden.“ Er ließ die Patienten schweigsam ruhen, bis sie ihren entspannten Zustand verließen. Das Ergebnis waren zu 90 Prozent erfolgreiche Heilungen.
Es gab den Fall eines vierjährigen Mädchens mit einem linksseitigen Gerstenkorn, das der Hausarzt operativ entfernen wollte. Stattdessen brachte die Mutter sie zu Dr. Mac und er sagte: „Komm mal her, ich werde die Geschwulst wegnehmen.“
Als er daran ging, seine Hände an ihr Auge zu legen, schrie sie: „Nein! Du hast ein großes Licht in den Händen“, und redete weiter von dem großen Licht, das sie nicht mochte.
Also dachte Dr. Mac einen Moment lang nach und sagte dann zu ihr: „Na gut, lässt du mich die Geschwulst mit nur einem Finger behandeln?“
Sie antwortete: „Ja“, das wollte sie. „Oh, da waren viele kleine Lichter in seinem kleinen Finger!“ Er sagte ihr: „Mitten in der Nacht wirst du aufwachen und deine Mutti rufen, weil du dein Auge nicht öffnen können wirst, weil diese Geschwulst weggeschmolzen sein wird. Du wirst deine Mutti bitten, dein Auge zu waschen und wieder sehen können, wobei die Geschwulst für immer fort sein wird.“ In der Nacht wurde die Mutter geweckt und musste, wie Dr. Mac gesagt hatte, das Auge waschen und den Ausfluss entfernen, und ihre kleine Tochter konnte wieder sehen.
Bei einem anderen Fall, war dem jungen Teenagersohn unserer Freunde ein Fahrrad zum Geburtstag versprochen worden. Angesichts finanzieller Schwierigkeiten zu jener Zeit konnten es sich die Eltern nicht leisten, so viel Geld für ein Geschenk auszugeben. Sie erklärten dem Jungen die Lage und es schien, dass er sie verstand. Ein paar Tage später bemerkte die Mutter beim Frühstück, dass das Gesicht des Jungen verzerrt war und sagte ihm, dass er aufhören möge, Fratzen zu schneiden und essen solle, aber vergeblich. Die Verrenkung blieb bestehen, sein Mund verzog sich zur einen Seite. Was immer sie auch versuchten, das Gesicht blieb verzerrt. Also gingen sie zu ihrem Hausarzt, der eine „Epilepsie“ diagnostizierte, da er nichts Anderes finden konnte. Die Eltern schenkten ihm keinen Glauben und kamen von Potchefstroom nach Johannesburg, um Dr. Mac zu konsultieren. Als sie zu ihm ins Sprechzimmer eintraten, da sang Dr. Mac: „Ich werdet ein Fahrrad kaufen müssen!“ Er behandelte dann den Kopf und den Nacken des Jungen und brachte das Gesicht wieder in einen normalen Zustand. Die Eltern mussten nun auf irgendeine Art ein Fahrrad kaufen, aber wie Dr. Mac davon wusste, bleibt ein Rätsel!
Eines Tages fragte Herr J. Percy, einer meiner Freunde, Dr. Mac, ob er ihm helfen könne, das Rauchen aufzugeben, denn er war ein Kettenraucher. Dr. Mac sagte zu ihm: „Sehen Sie durch das Fenster das eiserne Tor dort draußen? Wenn Sie dort hinausgehen, dann halten Sie an und stecken sich eine Zigarette an und Sie werden sehen, was passiert.“ Percy tat, was Dr. Mac ihm geraten hatte. Er nahm einen Zug, warf den Stummel auf die Straße und rauchte nie wieder. Er ist heute über 80 Jahre alt.
Percy war zudem zu jener Zeit von einer ziemlich schmerzlichen Blasenbeschwerde geplagt. Während er sich schmerzvoll quälte, entschied er sich, Dr. Mac in Johannesburg anzurufen, der ihm sagte, er möge sich ein paar Minuten gedulden, bis er ihn zurückrufe. Zu der Zeit, als Dr. Mac kurze Zeit später zurückrief, war sein Schmerz vergangen und er vollkommen geheilt.
In fast allen Vorträgen brach Dr. Mac die Anspannung, indem er einen Witz oder eine amüsante Anekdote erzählte. Zum Beispiel berichtete er von einem Mann, der zu ihm kam und über Schmerzen in seinen Knien klagte.
„Können Sie Ihre Knie beugen?“ fragte Dr. Mac.
„Nein“, sagte der Patient, „und ich kann nicht mehr beten.“
„Warum? Knien Sie nieder, um zu beten?“, fragte Dr. Mac.
„Ja, und jetzt kann ich nicht beten. Aber wie beten Sie denn, wenn Sie nicht hinknien?“, fragte der Patient.
„Mein Leben ist ein ständiges Gebet“, antwortete Dr. Mac.
Für mich ist die erstaunlichste Heilung, die Dr. Mac bewirkt hat, jene an seinem eigenen Sohn Don. 1953 kam Donald MacDonald in England für ein paar Tage zur Beobachtung ins Krankenhaus. Dann kam die Schicksalsnachricht! Krebs wurde entdeckt und eine Operation wurde mit der Einwilligung der Ehefrau notwendig. Der Arzt sagte, dass die Chancen 50-50 stünden.
Ein paar Tage vor Heiligabend wurde sein Sohn mit einer einwöchigen Überlebenschance nach Hause geschickt. Frau MacDonald nahm in Südafrika mit ihrem Schwiegervater, Dr. MacDonald-Bayne, Kontakt auf, und er sagte, er würde während und nach der Operation bei seinem Sohne sein. Folgendes hat mir Don offenbart:
„Mein Vater saß an meinem Bett und half mir durch diese schmerzhafte Erfahrung. Und dann, in der Nacht, nahm er mich für gewöhnlich mit in den Himalaya, nach Tibet. Das setzte sich fort, bis ich wieder wohlauf war. Jetzt nach 31 Jahren, nennen mich die Ärzte, wenn sie mich sehen, noch immer die Wunderheilung.“
MacDonald-Baynes Lehren basieren auf den Worten Christi und sind einfach: Sich selbst erkennen, die Gesetze der Schöpfung verstehen und den Geist von allen Bedingungen und Einschränkungen befreien. Wenn wir das Ich befreien, finden wir Frieden in uns und lassen die Wirklichkeit sich manifestieren. Deshalb ist unser Verständnis und unsere Beziehung zu anderen der erste Schritt, und als nächstes kommt die Erkenntnis, dass wir niemals von der Wirklichkeit, die das Leben, Gott, der Schöpfer, ist, getrennt werden können.
Er bezog sich auf die Ursache, um eine Wirkung zu erzielen, und gab uns dann den Schlüssel zur Lösung all unserer Schwierigkeiten, nämlich das Gewahrsein unseres wahren Ichs, des inneren Christus, eins mit der unendlichen Wirklichkeit. „Ich und mein Vater sind Eins.“
Er sagte uns, dass sich seine Lehren, Bücher und aufgezeichneten Vorträge nach seinem Tod und einer Zeit der Inaktivität auf der ganzen Welt ausbreiten würden. Dies scheint das zu sein, was jetzt passiert – eine Erweckung!
Dr. MacDonald-Bayne war der Autor mehrerer Bücher, die auf seinen Vorlesungen basierten: I am the Life; Heal Yourself; Spiritual and Mental Healing; What is Mine is Thine (Parts 1 and 2); How to Relax and Revitalize Yourself; Divine Healing of Mind and Body (The Master Speaks Again); Your Life Renewed Every Day; Beyond the Himalayas; and its sequel, The Yoga of the Christ. Zu dieser Liste kann das Buch „Life Everlasting“ (posthum, 1983) hinzugefügt werden (mehr).
Dr. MacDonald-Bayne hielt seine Vorlesungen in Johannesburg im Escom House, wo durchschnittlich 250 Personen pro Woche teilnahmen. Dort präsentierte er 1948 die Serie von 14 Vorträgen, in denen er vom Meister sichtbar überschattet wurde und die in seinem Buch „Göttliche Heilung von Seele und Leib“ (Der Meister spricht erneut) veröffentlicht wurden.
In Pretoria begann er in der Jewish Memorial Hall in der Beatrix Street zu referieren und zog später in die Halle des Women‘s Club, wo sich heute das neue Sanlam Center befindet, an der Ecke der Straßen Andries und Pretorius. Wir waren damals ungefähr neunzig Schüler.
Während seiner Vorträge in Pretoria stand er für gewöhnlich vorn und bat uns, still zu sein. Und dann sahen wir, wie sich sein gesamtes Aussehen veränderte, er wurde größer und ein Licht umgab ihn für gewöhnlich. Auch sein Gesicht veränderte sich. Einige der Schüler sagten danach, es sei das Gesicht Jesu, das erschienen sei. Es schien, dass jeder von uns, je nach seiner Sensibilität, sah wie er von jemandem überschattet wurde; definitiv änderte sich seine Statur und sein Gesicht, und das Licht war sicherlich nicht das normale Licht in der Halle, denn es war ein Licht, das vom Körper des Doktors selbst ausging. Es war wirklich eine erstaunliche Erfahrung und für die meisten von uns ziemlich neu.
Nur eine Handvoll von uns hier in Pretoria lebt noch und führt seine Lehren weiter. Eine kleine Gruppe trifft sich weiterhin regelmäßig, um seine Vorlesungen zu lesen und zu studieren.
Dr. Mac war ein wunderbarer Mann, ein großartiger Lehrer und ein sehr bescheidener Heiler. Er nutzte die enormen Heilkräfte zum Wohle aller und setzte spirituelle, mentale und manchmal physische Mittel ein, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Er war ein Pionier der homöopathischen Behandlung in Südafrika.
Für uns, seine Schüler, bleibt er unser „Meister.“ Oft sagte er zu uns: „Ich habe euch erwählt, ihr habt nicht mich erwählt.“
Meine kurze körperliche Beschreibung von ihm lautet wie folgt: Er war mittelgroß, etwa 1,70 m groß, gut gebaut mit breiten Schultern, einem ziemlich runden Gesicht, glatt rasiert mit einem bleistiftdünnen Schnurrbart, und obwohl er mit nur einem blaugrauen Auge durch das Leben schritt, spürte man die ungeheure Kraft seines durchdringenden Blickes. Immer lächelnd, bereit, einen guten Witz zu machen, war er leicht zu erreichen und voller Leben, entspannt und doch energisch in seinen Gesprächen. Er sah nie älter als 45 Jahre aus und war tatsächlich fast 70 Jahre alt.
Er war ein begabtes Medium und stand in der Welt stets mit den besten Medien seiner Zeit in Verbindung, vor allem in England, Australien, Neuseeland, Südafrika und den Commonwealth-Ländern. Während seines Heilungsdienstes half der Doktor Tausenden mit seiner Weisheit und praktischen Anleitungen, und seine bemerkenswerte Kontrolle der geistigen Kräfte ermöglichte es ihm, seine Kräfte bewusst zu nutzen, um seine irdische Mission zu erfüllen.
Viele Patienten aus Neuseeland, Australien und einer Reihe anderer Länder berichteten, dass Dr. Mac an ihrer Seite oder am Fuße ihres Bettes erscheinen sei, und dass sie sofort eine Verbesserung ihres Zustands gefühlt hätten.
Während seines Aufenthalts bei uns in Südafrika verbrachte Dr. Mac ein- oder zweimal einen Urlaub in Großbritannien. Daher war es für seine Schüler keine Überraschung, als er 1954 seine Absicht erklärte, für ein halbes Jahr nach England zu reisen, um seine Familie zu besuchen. Er hatte vor, Anfang 1955 zurückzukehren.
So kam es, dass er in London am 21. und 22. Februar 1955 in der Caxton Hall seine letzten beiden wundervollen Vorträge hielt (mehr). Bis zu 19 Stunden am Tag widmete er sich noch immer den geistigen Pflichten, der Heilungsarbeit und dem Schreiben.
Als Dr. Mac am 26. Februar 1955 mit seiner Schwester, Frau Chisholm (mehr), von einer Veranstaltung zurückkehrte, starb er an einem Herzinfarkt in einem Taxi in London.
Seltsamerweise hatte er seinen üblichen Monatsbrief an alle Studenten, Anhänger und Patienten in der ganzen Welt geschrieben und verschickt. Sein Vermächtnis an die Welt sind seine dynamischen Lehren der Wahrheit. Lesen Sie seine Bücher, seine Vorträge, hören Sie sich seine Aufnahmen an, und Sie werden viel über die Geheimnisse der Meister erfahren. In seiner unkomplizierten und aufgeklärten Art demonstrierte er ein tiefes Wissen um das unvollkommene Ringen der Menschheit nach mehr Wissen über sich selbst und das Leben. Er gab sich unnachgiebig für alle hin. Durch ihn wurden die Liebe und Weisheit, wie sie uns Jesus Christus überlassen hatte, nun an das Denken neuer Generationen, des Neuen Zeitalters, angepasst.
Mit dem ernsthaftem Studium und der Anwendung seiner Lehren werden wir in der Lage sein, das für alle gesetzte Ziel, das „Königreich“ im Inneren, zu erreichen. Indem man sein Leben bewusst innerlich verändert, kann man lernen, ein klarer Kanal zu werden, durch den die großen geistigen Kräfte des Lebens fließen können – die Liebe, Weisheit und Kraft des unendlichen Gottes, unseres Vaters. Geht in Frieden, meine Freunde, genießt eure Studien und sie werden euer Herz mit einer Liebe erfüllen, die jenseits des menschlichen Vorstellungsvermögens liegt. Es ist die Christusliebe Gottes und des Menschen.


Segen für alle.
Paul Troxler, Südafrika