Wie man sich entspannt und neu belebt (2)

Leseprobe Band 2

XI (11) Der erste Schritt in Richtung göttlicher Macht

Die kursive Mitschrift dieses Vortrages stammt von einer Aufnahme, die im Pretoria Women’s Club, 4. Etage des Sanlam Buildings, am Dienstagabend, dem 1. August 1950, um 19.45 Uhr gemacht wurde.


[Im Buch, keine Aufnahme] „Denn wer bittet, empfängt und wer sucht, der findet und wer anklopft, dem wird aufgetan.“ – LUKAS 11: 10
[Im Buch, keine Aufnahme] MACHEN SIE weiter, bis sich Ergebnisse zeigen, denn diese sind zugesichert.
[00.00] Das ist das Rückenmark, jener spezielle Bereich des Gehirns durch den jeder Nerv hindurch muss. Er ist wie eine Schaltzentrale für Telephonverbindungen, denn jeder Nerv, der in den Körper geht, muss durch diesen Bereich hindurch, der mit der Wirbelsäule verbunden ist und sie durchzieht. Diese Nerven gehen direkt durch die Wirbelsäule, wo sie aus jedem Wirbel austreten und zu den Organen und Blutgefäßen des Körpers laufen und diesen Teil des Gehirns hier kontrollieren – das Großhirn, wo sich der denkende Teil des Gehirns befindet. Der motorische Anteil des Gehirns läuft ebenfalls durch diesen Bereich und ist auf jeder Seite der Wirbelsäule mit dem verbunden, was wir die motorischen und sensorischen Nerven nennen.
[01.05] Entlang beider Seiten der Wirbelsäule befindet sich ein Nervengewebe aus Ganglien, wie wir später lernen werden – und auch, wie wir dieses Gewebe entspannen. Dieses Nervengewebe aus Ganglien ist die Verbindung zwischen dem Gehirn-Rückenmarks-System und dem sympathischen Nervensystem. Ohne diese Ansammlung von Nervengewebe gäbe es überhaupt keine Bewegung in Ihrem System.
[01.35] Wenn Sie beispielsweise bestimmte Dinge aus der Angst heraus denken, wird diese Angst an den motorischen Teil Ihres Gehirns übertragen und zum Körper transportiert, was den Körper erzittern lässt. Wenn Sie das erzeugen, was wir ein Verhaltensmuster nennen, ein emotionales Verhaltensmuster, ist es dieser Bereich, der motorische Bereich, der betroffen ist. Es kommt in diesem Teil des Gehirns, der den Rest Ihres Körpers kontrolliert, zu einem Fehlverhalten, welches eine Reaktion in Gang setzt, vielleicht in Ihren Gedärmen, was zu einem Zwölffingerdarmgeschwür führt, zu Nervenkrämpfen, zu Bauchschmerzen und zu allen möglichen Hautproblemen. Wegen des

 

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emotionalen Verhaltensmusters kommt es zu allerlei Dingen und dieses Fehlverhalten befindet sich in diesem Teil des Gehirns.
[02.39] Nun, das Leben erschuf all diese Dinge, damit das Leben sich selbst vollkommen ausdrücken konnte. Doch Sie werden es dann sehen, deutlich, Sie, wenn Sie sich Ihrer bewusst sind, dass Sie äußeren Dingen erlauben, Sie zu konditionieren, wenn Sie nicht der Tatsache gewahr sind, dass das Leben unkonditioniert ist – und Sie das Leben sind. Konsequenterweise erlauben Sie äußeren Dingen, Sie zu konditionieren – Sie konditionieren das Leben durch diese speziellen Bereiche Ihres Gehirns. Deswegen haben Sie auf Ihrem Körper das Muster veräußerlicht, das Sie selbst geschaffen haben. Dieser Kurs wurde für Sie zusammengestellt, um diesen Dingen vorzubeugen.
[03.33] Während dieser Reihe von zehn Lesungen werden wir die zehn Schritte der wissenschaftlichen Anwendung des Naturgesetzes gehen. Diese zehn Schritte werden uns von allen hemmenden Vorgängen befreien, die durch unsere Gefühle und gewohnheitsmäßige Reaktionen verursacht werden – was größtenteils unbewusst geschieht bzw. wegen unserer Ahnungslosigkeit gegenüber dem, was wir tun.
[03.57] Das Chaos im Leben der meisten Menschen entspringt einem verwirrten Geisteszustand, verursacht durch den Einfluss äußerer Dinge, durch materiellen Besitz, gesellschaftliches und wirtschaftliches Ringen, Angst vor unnatürlichen Symptomen und emotionale Reaktionen auf nahezu jedes Ereignis.
[04.23] Wenn Sie im Laufe des Kurses gut aufpassen, werden Sie erkennen, was geschieht und wie wir jene Leiden überwinden können, wenn wir später herausfinden, dass diese Leiden durch ein Fehlverhalten dieses speziellen Bereichs des Gehirns unbewusst zustande gebracht werden und einen bestimmten Körperteil angreifen – in Form einer Anspannung.
[04.51] Zuerst kommt es stets zur Anspannung. Ein bestimmter Bereich des Körpers ist angespannt. Wenn irgendetwas geschieht, schlägt es einigen Menschen auf den Magen. Anderen fährt es in die Augen, in den Kopf, in die Beine oder den Unterbauch, tatsächlich sind je nach Fall unterschiedliche Körperteile betroffen.
[05.24] Nun, wenn wir im ganzen Körper Anspannung haben, was geschieht dann? Es ist dieser Teil des Gehirns, der Probleme macht, weil er das motorische Zentrum ist. Zu aller erst denken wir hier, es wird dann zu diesem Bereich des Gehirns zur Interpretation übertragen, dann wird der Körper beeinflusst. Sobald Sie den Körper entspannen und die Anspannung aus

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ihm nehmen, nimmt das diese Anspannung aus diesem motorischen Abschnitt des Gehirns. Wenn Sie den Körper entspannen, wird die Anspannung entfernt und in der Konsequenz baut sich das Fehlverhalten hier ab. Der Körper spricht mit diesem Bereich des Gehirns und sagt, „Ich entspanne mich, ich entspanne mich“, und dieser Bereich sagt dann, „Okay, entspannen, entspannen“, und die Anspannung wird aus dem motorischen Abschnitt des Gehirns genommen und Sie werden herausfinden, dass Sie in das Gehirn hineinfinden, hinein in jenen unterbewussten Prozess des Geistes, in jene unterbewusste und mitfühlende Natur des Körpers, die automatisch durch eine Art der Suggestion kontrolliert wird, welche die beste Art der Suggestion ist, d. h. wahre Entspannung und göttliches Denken – es gibt keine bessere Art der Suggestion.
[06.54] Diese Menschen sind der wahren Quelle der Macht unkundig, und ihres mangelnden Wissens wegen missbrauchen sie ihr schöpferisches Recht und bringen Elend über sich selbst.
[07.04] Mittels Verständnis und einer wohl bemessenen zielführenden Technik kann sich das Leben noch reichhaltiger entfalten. Mit der Zunahme mentaler und körperlicher Gesundheit und wachsendem materiellen Besitz, der in sich selbst nur der äußere Ausdruck eines wohlgeordneten Geistes ist, kann das Leben zu einem Segen werden, satt, wie es so oft der Fall ist, eine miserable Existenz zu sein.
[07.37] Im Hinblick auf dieses Ziel halte ich diese Stunden. Ich möchte Sie nochmals daran erinnern, dass der diesen Stunden zugrunde liegende Hauptfaktor in der Unterweisung darin liegt, wie Sie, gekoppelt mit göttlichem Denken, eine vollkommene physische und mentale Entspannung erlangen, die Sie aus dem Dickicht des Zweifels und der Verwirrung in das Sonnenlicht von Verständnis und Freiheit führen wird. Es ist eine völlig natürliche Entwicklung, denn die Natur schafft das Werk, wenn wir die Bremsen lösen.
[08.24] Was macht das göttliche Denken?
[08.29] Entspannung, für sich genommen, heilt oft bestimmte Leiden, doch ohne die Zwillingssäule, das göttliche Denken, können Sie jenen vollkommenen mentalen Zustand nicht erreichen, der benötigt wird, um die Dinge zu überwinden, die vom Äußeren kommen – die bei Ihnen ankommen.
[09.00] Manchmal mögen Worte Sie verärgern – was ein Mensch sagt, was ein Mensch zu tun beabsichtigt. Doch es kommt durch das göttliche Denken zu einer Zeit in Ihrem Leben, wo Sie das nicht mehr tangiert. Sie sind zuoberst. Sie wissen, dass das Leben nicht verletzt werden kann. „Ich

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bin das Leben.“ So wie die Elektrizität nicht verletzt werden kann, kann auch ich nicht verletzt werden. Was verletzt werden kann, ist lediglich eine Vorstellung, eine Vorstellung meiner selbst. Doch eine Vorstellung ist lediglich eine Vorstellung und sie ist nicht ich selbst.
[09.50] Erinnern Sie sich daran, ganz egal, was irgendwer über Sie sagt, über Sie denkt, wenn Sie diesen bestimmten Bewusstseinszustand beibehalten, werden Sie sehen, dass er mehr und mehr wächst. Je mehr Menschen Dinge über Sie sagen, desto mehr werden Sie über die Tatsache erfreut sein, dass diese Menschen diese Dinge sagen, aus dem einfachen Grund, weil Ihnen das eine immer größere Stärke verleiht. Nichts geschieht zufällig.
[10.30] Manchmal werden Menschen in Ihr Leben gestellt – sie sind wie ein Stachel im Fleisch und Sie versuchen, dem zu entfliehen, aber Sie können es nicht. Wenn Sie es tun, erzeugen Sie ein Verhaltensmuster. Sie glauben an die Kraft eines anderen Individuums, statt an die Kraft zu glauben, die Sie selbst sind. Wenn Sie in jenem Zustand angekommen sind, können Sie, wenn Sie es wollen, etwas augenblicklich zerstören, allein mit einem Gedanken. Doch das tun Sie nicht, weil Sie tatsächlich etwas gefunden haben, was großartiger als die Zerstörung ist – es ist der Aufbau, und der gründet auf Liebe.
[11.31] Daher werden Sie diese Dinge von allen Seiten auf sich zukommen sehen. Sie werden erkennen, dass Sie auf jene Bedingungen reagieren, dass Sie emotionale Verhaltensmuster erschaffen, die Ihr Leben ins Chaos stürzen. Ich kann Ihnen versichern, dass ich Ihnen einen Ausweg aus diesen Bedingungen zeigen werde und dass Sie zu Freiheit, Gesundheit, Stärke und Jugend finden werden. Ja, Sie werden wieder jung werden, Sie werden den Rhythmus des Leben spüren und Jugend in Ihren Adern.
[12.20] An erster Stelle möchte ich Ihnen verständlich machen, dass Sie unter keinen Umständen ein Gefühl unterdrücken dürfen, egal, ob es ein vertrautes ist oder ob es durch eine Reaktion auf Menschen oder Dinge verursacht wurde. Alles, was Sie tun müssen, ist, es zu verstehen, und es wird darauf ganz von selbst in eine schöpferische Energie transformiert, statt unwissentlich unterdrückt zu werden und derart emotionale Verhaltensmuster zu erzeugen, die unser Gehirn, die Nerven und die körperlichen Organe hemmen.
[12.56] Ich glaube, ich erzählte Ihnen bereits von dem kleinen Mädchen, das der Reaktion des Müllmannes vollkommen unschuldig gegenüber stand.
[13.07] In Australien und überall sonst, wo man seine Mülltonnen an die Straße stellt, kommt der Müllmann, um die Mülltonne zu holen. Da spielte

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also ein kleines Mädchen draußen und es spielte mit der Mülltonne, wobei es sie umwarft und das ganze Zeug auf der Straße lag.
[13.27] Die Mutter beobachtete durch das Fenster wie das geschah und sie sah den Müllmann, der das alles einsammelte und wild gestikulierte. Als das Mädchen zurück ins Haus kam, fragte sie es, „Du ungezogenes kleines Mädchen, was hat der Müllmann zu dir gesagt?“ „Oh, Mami, er hat überhaupt nicht mit mir gesprochen – er hat die ganze Zeit mit Jesus Christus gesprochen.“
[14.04] Es ist also dieselbe Sache: Wenn wir gegenüber diesen Dingen außerhalb unserer selbst immun sein könnten, wären wir gerade so wie jenes kleine Mädchen, so glücklich und zufrieden.
[14.20] Angst ist ein sehr starkes Gefühl und wenn wir einen bestimmten Entwicklungsstand erreicht haben, dann fühlen wir sie am stärksten. Weil wir noch nicht genügend darüber wissen, wie wir mit ihr umgehen sollen, leiden wir. Jemand kann sich durch Anpassung an sein Umfeld entwickelt haben und intelligent genug sein, um ein bürgerliches Dasein zu leben, wegen eines Mangels an Verständnis jedoch als Mensch elendig scheitern.
[14.52] Dennoch ist das der Zustand der meisten Menschen.
[14.56] In der höheren Entwicklung unseres Geistes und indem wir uns selbst verstehen, erkennen wir den schöpferische Grundsatz in uns an, und indem wir das tun, werden viele Zwangsvorstellungen und Ängste gebannt. Dennoch scheitern wir in bestimmten Situationen kläglich und leiden unter den Konsequenzen. Deswegen ist eine besondere Technik erforderlich, um diese desaströsen Situationen zu meistern.
[15.25] Die Übungen, zu denen ich Sie anleiten möchte, haben tausenden Menschen dazu gedient, sich von jenen Einflüssen zu befreien, die sie am meisten stören. Tatsächlich habe ich noch nicht erlebt, dass diese Methode fehlschlagen wäre, sofern sie mit Intelligenz und Enthusiasmus genauestens angewandt wurde.
[15.47] Ganz zu Anfang möchte ich, dass Sie sich die Frage stellen, ob Sie Ihre natürlichen Instinkte kennen. Man sagt, dass unsere Instinkte mit unseren Konventionen in Konflikt stünden, dass sich unsere Instinkte kraftvoll an die Oberfläche drängen und durch unsere Umgebung unterdrückt würden.

 

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[16.08] Natürlich haben wir alle Instinkte aller Tiere der Schöpfung geerbt. Wir haben all diese Dinge in unseren Körper übernommen, weil unser Körper aus diesen tierischen Einflüssen aufgebaut ist.
[16.27] Wir tragen den Pfau, den Löwen, den Tiger, die Katze, die Maus und all die anderen Tiere in uns. Der Einfluss aller Schöpfung wirkt durch den physischen Organismus, seit Millionen und Millionen Jahren, durch das, was wir die spezielle Substanz nennen, was wir die instinktive Natur nennen, welche durch die gesamte tierische Existenz strömt. Der Mensch wächst daher also auch aus jenem speziellen Zustand heraus und in die Verwirklichung seines prächtigen Ichs hinein. Doch diese Einflüsse bleiben immer bei uns. Nun, was machen wir? Unterdrücken wir diese Dinge unwissentlich, ohne sie zu kennen?
[17.31] Indem wir unsere Instinkte verstehen, haften wir ihnen keine unnatürlichen und zerstörerischen Vorstellungen an, ebenso unterlassen wir die Unterdrückung der natürlichen Instinkte und Gefühle samt der bösen Assoziation, die wir selbst erschaffen haben. Durch unser Verstehen transformieren wir die Basisenergie in konstruktive Kanäle der Kunst, der Musik, des Sports und anderer nützlicher Beschäftigungen.
[18.00] Eine Grundenergie ist überall existent. Alle Ihre Emotionen steigen aus einer bestimmten Grundenergie auf – bestimmte Handbewegungen, die Stimme, das emotionale Empfinden. Unsere natürlichen Instinkte steigen aus einer Grundenergie auf, die durch die gesamte Menschheit fließt. Wenn Sie wissen, dass diese Grundenergie in sich selbst eine Energie ist und Sie sie halten können und sie in einen gewünschten Kanal lenken können, dann haben Sie etwas befreit. Sie haben jene Energie dann in einen speziellen konstruktiven Kanal gelenkt, der Ihnen beim Aufbau Ihrer Gesundheit, Ihrer Stärke, Ihres Glücks und Ihres Erfolgs behilflich sein wird.
[19.03] Mittels einer unverständigen Unterdrückung scheitern wir elendig und stellen dann fest, dass diese Energie schmerzvolle Folgen in einem emotionalen Verhaltensmuster erzeugt, welches die Ursache dafür ist, dass wir vollkommen ratlos dastehen. Das verursacht weiteres Elend und der Teufelskreis ist dann geschlossen. Es ist nicht das Gefühl, sondern seine Unterdrückung samt der üblen Assoziation, die wir dem Gefühl anhängen, die den Ärger verursacht.
[19.37] Keine Sorge, all das wird durch diese wohl bemessene und zielführende Technik aufgelöst werden, die Sie in jeder weiteren Stunde erlernen.

 

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[19.48] Sie müssen die Methode anwenden und ich werde Ihnen den Weg zeigen, doch Sie sind es, der oder die Sie die Arbeit leisten müssen, ich kann das nicht für Sie tun. Oft wünsche ich mir, ich könnte das tun, doch wenn ich es täte, dann würden Sie weder etwas lernen noch würden Sie sich selbst Ihrer emotionalen Verhaltensmuster entledigen, die Sie unwissentlich selbst erschaffen haben. Ich sage es Ihnen hier so deutlich, weil ich die Bedeutung dieser Stunden betonen möchte.
[20.30] Es ist mir unmöglich, die Arbeit für Sie zu leisten. Wenn ich Ihnen den Weg zeige, werden Sie sehen, dass das, was ich sage, wahr ist. Ich möchte nicht, dass Sie glauben, was ich sage, ich möchte, dass Sie sich selbst beweisen, dass das, was ich sage, korrekt ist.
[20.52] Die nächste wichtige Sache, von der ich Ihnen erzählen möchte, handelt von unterdrückten schmerzhaften Erinnerungen. Eine unterdrückte schmerzhafte Erinnerung kann so kompliziert sein und derart verdrängt werden, dass sie in den verborgenen Schlupfwinkeln der Psyche landet. Aber sobald die Sinne etwas wahrnehmen, das mit dieser Erinnerung assoziiert wird, sei es durch das Sehen oder das Hören, wird diese Nachricht zu jener verdrängten Erinnerung transportiert. Das Gefühl, das ihr anhängt, schießt durch den Körper. Das Gefühl wurde stimuliert und der Körper leidet, aber die Erinnerung bleibt dabei noch immer verborgen.
[21.36] Hier haben wir sehr oft diese speziellen Arten von Verkrampfungen, wie sie die meisten Menschen haben. Diese Menschen wissen nicht, woher diese Verkrampfung gekommen ist. Sie spüren lediglich, wie es durch ihren Körper schießt – eine Angst, eine Empfindung, ein ungeheures Verlangen danach davonzurennen.
[22.03] All diese Dinge sind nichts weiter als unterdrückte Erinnerungen. Und während Sie Dinge durch Ihre Sinne erkennen, können gleichzeitig  andere Dinge Ihre Augen und Ohren passieren, wobei Sie sich dessen nicht bewusst sind, dass es zu einer Assoziation mit einer unterdrückten Erinnerung kommt, die in den Schlupfwinkeln Ihres Geistes verborgenen bleibt – die Sie unterdrückt haben, weil Sie sich vor ihr gefürchtet haben. Sie fürchten sie, dann kommt sie, die Emotion, an die Oberfläche, doch die Erinnerung ist noch immer verborgen.
[22.42] Warum? Weil Sie dafür gesorgt haben, sie zu unterdrücken und zu verbergen. Es gibt einen Zensor in Ihrem eigenen Geist. Ein Zensor, der

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Sie zufriedenstellen wird, wenn Sie sagen, „Ich will das vergessen!“ Dann sagt der Zensor, „Okay, ich lass es dich vergessen.“
[23.06] Doch das entfernt nicht die Emotion, sie bleibt als Energiezentrum dort, ein Kraftzentrum, das sich zu drehen und an die Oberfläche zu steigen beginnt, und Sie jederzeit ergreifen kann. Dann befinden Sie sich im Griff dieser Emotion und wissen nicht warum. Auch das wird entfernt werden. Diese Ursachen werden Ihnen ebenfalls genommen werden. Ihr Geist wird von ihnen befreit sein.
[23.45] „Oh, was ist der Grund für meinen Ärger? Oh, wo kann ich Hilfe finden?“ Das ist es, was das leidende Opfer in Unkenntnis der Ursache fragt. Ja, all das kann ebenfalls eliminiert werden. Ich bitte Sie nicht, irgendetwas, was ich sage, zu glauben. Ich möchte lediglich, dass Sie das praktizieren, was ich Ihnen anrate, und dass Sie die Ergebnisse beobachten.
[24.11] Wenn eine Erinnerung schmerzvoll ist, dann versuchen wir üblicherweise, sie zu vergessen. Deshalb unterdrücken wir sie, sobald sie zur kritischen Betrachtung aufsteigt – wir unterdrücken sie wieder. Sie wird verschiedene Male zur Oberfläche aufsteigen und wir werden sie zurückdrängen, wegstoßen und schließlich ist sie vergessen. Doch die Auswirkung jener Erinnerung ist nicht vergessen. Oh, nein! Eines Tages wird etwas des Weges kommen und jene Erinnerungen, obwohl sie gut verborgen sind, (die bloßen Empfindungen, die bloßen Gefühle, die Sie ursprünglich hatten), werden an die Oberfläche steigen und Sie ergreifen. Doch Sie wissen nicht warum. Wie dumm Menschen doch sind, Ihre eigene Aufmachung nicht zu kennen und zu verstehen. Auf diese Weise wird eine Kraft erzeugt, um sich der Erinnerung an ein schmerzhaftes Erlebnis zu erwehren. Unglücklicherweise ist damit für uns jedoch das Thema nicht erledigt, denn dadurch wird ein emotionales Verhaltensmuster erschaffen und ein physisches Leiden erzeugt, das uns von der Ursache ablenkt.
[25.31] Diese emotionalen und schmerzhaften Erinnerungen können Zwölffingerdarmgeschwüre verursachen, sie können Hautirritationen verursachen und sie können Herzprobleme verursachen. Sie können alles Mögliche verursachen, und dennoch können wir jene schmerzhaften Erinnerungen loswerden. Wir können sie an die Oberfläche bringen, wir werden sie ansehen und wir werden wissen, was sie sind, weil wir erkennen werden, dass sie lediglich eine Erinnerung sind.

 

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[26.09] Einst dachte ich, ich könnte verletzt werden, doch nun weiß ich, ich kann nicht verletzt werden. Keine schmerzhafte Erinnerung kann mich verletzen – es ist lediglich eine Erinnerung, es ist bloß ein Gedanke. Ich bin unbesiegbar. „Ich bin das Leben.“
[26.35] Gott ist dem Wesen nach unendlich. Unendlich seiend, erschuf er alles, es kann nichts außerhalb von ihm geben. Alles muss in ihm sein und er muss ebenfalls in mir sein. Er ist die Wirklichkeit, die Unbesiegbarkeit, das Leben in mir. Ich bin nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen. Es kann nichts Anderes geben, weil nichts sonst mich hätte erschaffen können, weil er dem Wesen nach unendlich ist. Es gibt keinen anderen Schöpfer als ihn. Darum sind ich und er eins. Ich bin seine Schöpfung. Ich lebe, und weil ich lebe, weiß ich, dass es sein Leben ist, und mein Leben und sein Leben sind eins. Wir sind unbesiegbar. Wir gehen miteinander einher. Wir arbeiten Hand in Hand. Der Vater und ich sind eins. Wurde Ihnen nicht gesagt, „Ich bin im Vater und der Vater ist in mir.“
[27.38] Dann werden jene schmerzhaften Erinnerungen vergehen und Sie selbst gelangen in eine bestimmte Bewusstseinsstufe. Jenes Bewusstsein offenbart stets sich selbst, es entfaltet sich in Ewigkeit. Es ist ein ewiges Voranschreiten, ein ewigen Entfalten, in dem Sie mehr und mehr gewahr werden. Dennoch kann ich Ihnen nicht sagen, was Gewahrsein ist, ich weiß nur, wenn ich gewahr bin – in jenen Augenblicken – bin ich gewahr. Oh, welch eine Großartigkeit, jenes Gewahrsein, jene Freude, das Leben, die Herrlichkeit! Ich kann Ihnen das Gewahrsein nicht geben, aber Sie werden es finden.
[28.40] Diese emotionalen Verhaltensmuster bewirken eine Störung im Kleinhirn und können sich auf jeden Teil unseres Körpers auswirken. Weil wir die Ursache nicht kennen, werden wir dann ängstlich und versuchen, aus unseren schmerzhaften Erfahrungen zu entkommen, aber entkommen wir? Dort ist das Kleinhirn und in diesem speziellen Bereich des Gehirns bewirken diese emotionalen Verhaltensmuster eine Störung im Kleinhirn, und sie greifen jedweden Körperteil an. Ohne Kenntnis der Ursache werden wir ängstlich und versuchen, unseren schmerzhaften Erinnerungen zu entkommen. Doch entkommen wir? Nein. Es gibt vor nichts ein Entkommen. Sie müssen allem kühn ins Auge sehen und es als das erkennen, was es ist und dass eine Erinnerung bzw. Erfahrung Sie nicht verletzen kann, wenn Sie objektiv mit ihr umgehen – und durch göttliches Denken und entsprechend angeleitete Entspannung wird alles gut sein.

 

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[Im Buch, keine Aufnahme] Wir erkennen, dass Angst aufkommt, wenn die Ursache der Auswirkung, die wir selbst produziert haben, nicht erkannt wird.
[30.00] Die Angst wirkt wie eine zusätzliche Kraft, die das emotionale Verhaltensmuster, das bereits in Gang ist, ständig anfeuert. Es ist, als würde man Benzin ins Feuer gießen. Aber es ist tröstlich zu wissen, dass das Wissen uns von all unseren Sorgen befreien wird. In einer der nächsten Unterrichtsstunden werde ich die Überprüfung unserer mentalen Verfassung behandeln.
[Im Buch, keine Aufnahme] In jener Übung werden diese Erinnerungen zur Überprüfung aufsteigen, jedoch nicht, bevor Sie dazu bereit sind. In der Psychoanalyse wird der große Fehler gemacht, diese Dinge ans Licht zu bringen, bevor der Patient bereit ist, sie zu verkraften, was dann zur Folge hat, dass der zweite Zustand schlimmer als der erste ist.
[30.33] Es ist sehr schmerzlich mit anzusehen, dass Akademiker einer bestimmten Handlungsweise folgen und der wirklichen Seite des Lebens keine Aufmerksamkeit schenken. Darum zerren sie diese speziellen Dinge herauf, vor denen sich die Menschen fürchten und sich das ganze Leben gefürchtet haben – vieles war oft schon vergessen, dennoch werden diese Dinge an die Oberfläche gezerrt. Doch das Opfer ist nicht darauf vorbereitet, mit diesen Dingen umzugehen, weil ihm diese göttliche Denkkraft fehlt – und der zweite Zustand ist schlimmer als der erste.
[31.34] Dann sehen wir, dass der Geist vergiftet ist, wegen der vergifteten Vorstellungen, die der Einzelne seinen eigenen Erinnerungen angeheftet hat und weil er sie aus Angst unterdrückt hat. In der Konsequenz vergiften diese Erinnerungen den Geist mehr denn je, wenn sie zur Oberfläche aufsteigen. Obwohl sich diese Erinnerungen nicht immer an der Oberfläche befinden, wirken sie über das Kleinhirn ständig auf den Körper ein und erzeugen diese Verhaltensmuster in der Gestalt jener Probleme, unter denen heutzutage die meisten Menschen leiden.
[32.23] Darum sage ich, dass es bedauerlich und furchtbar ist, dass Akademiker einer Handlungsweise gefolgt sind, bei der sie das Hauptthema des Lebens missachtet haben.
[32.43] Viele Menschen versuchen, vor ihrer Vergangenheit zu fliehen, aber die Vergangenheit und die Zukunft sind jetzt, und wenn die Gegenwart erkannt wird, gibt es weder Vergangenheit noch Zukunft.

 

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[32.56] Einige von Ihnen werden nicht verstehen, was ich gesagt habe. Ich weiß, dass Sie es nicht verstehen – aber Sie werden es verstehen. Die meisten Menschen versuchen, vor der Vergangenheit zu fliehen, doch Vergangenheit und Zukunft sind jetzt, und wenn die Gegenwart realisiert wird, gibt es keine Vergangenheit und Zukunft. Es gibt keine Vergangenheit in der Gegenwart. Es gibt keine Vergangenheit in der Zukunft. Die Gegenwart ist das Leben. Die Gegenwart ist die Wirklichkeit. Sie existierte immer und kann keine Vergangenheit und Zukunft haben. Ich bin jene Gegenwart. Die Vergangenheit besteht nur aus Erinnerungen. Die Zukunft ist eine Hoffnung in meinem Geist – ein Glaube. Ich bin, jetzt. Die Vergangenheit und die Zukunft sind jetzt, in mir. Jetzt! Verstehen Sie es jetzt?
[34.07] Dann werden Ihre Erfahrungen zu einem Vermögen und stellen keine Bürde mehr dar. Dann werden Sie Ihre Erfahrungen als Sprungbretter zu größeren Dingen betrachten. Wenn Sie jedoch kontinuierlich versuchen, Ihren Erfahrungen zu entkommen, dann werden Sie niemals den Nutzen aus ihnen ziehen. Wir müssen sie als Sprungbretter und nicht als Stolpersteine betrachten.
[34.32] Im 2. Korintherbrief (östlicher Text) heißt es in den Versen 10 und 11, „Hierin gebe ich euch meinen Rat, dass er euch helfen möge voran zu schreiten und zu erreichen, was ihr aus eurem eigenen Antrieb letztes Jahr begonnen habt. Darum nun führt das Tun dessen aus, was ihr tun wolltet; und da ihr beflissen seid, es zu versprechen, so erfüllt aus dem heraus, was ihr habt.“
[35.14] Als ich die Bibel aufschlug, fiel mein Blick auf diese Zeilen und deshalb wusste ich, dass diese Worte auch für Sie bestimmt sind. Dieses wird uns nun zur praktischen Anwendung der Methode zur Eliminierung aller emotionalen Verhaltensmuster führen, die Sie sich unbewusst angewöhnt haben. Sie werden fähig sein, diese Verhaltensmuster durch Verständnis und wissenschaftliche Entspannung bewusst zu entfernen.
[35.42] Lassen Sie uns unsere Probleme kritisch betrachten. Wir befinden uns in einem Teufelskreis. Emotionale Verhaltensmuster haben die normale Funktion unseres Organismus durcheinander gebracht und unsere Nerven spielen uns Streiche, weil das Nervensystem nicht mehr ordentlich funktioniert. Das mischt sich in unser Denken ein. Deshalb sind viele mit einer „Auf-Gut-Glück-Strategie“ unterwegs, umgeben von einem Schwarm von Amateur-Ratgebern und von Unentschlossenheit. Diese Menschen sind Opfer des Fehlverhaltens ihres

 

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Kleinhirns. Die meisten Menschen wissen nicht, wo sie mit der Suche beginnen sollen, um wieder ein normaler Mensch zu werden.
[36.27] Wie vielen Amateur-Ratgebern sind Sie in Ihrem Leben mit Ihrem Leiden begegnet? Diese werden sagen, „Wissen Sie, Frau Soundso, ich habe hier eine wundervolle Sache, schauen Sie. Versuchen Sie es hiermit und ein anderes Mal nehmen Sie dieses, und dann versuchen Sie auch noch jenes und danach nehmen Sie noch etwas Anderes.“ Und was ist das Ergebnis?
[36.51] Ich hatte einmal eine Patientin mit einer Frostbeule. Jemand hatte dieser Frau geraten, „Wissen Sie, Sie können eine Frostbeule heilen, indem Sie einen Hering auflegen. Sie wissen schon, einen jener Heringe, nehmen Sie ihn aus dem Salz und legen Sie ihn auf.“ Also legt jene Frau diesen Salzhering auf ihren Fuß und in der Nacht befestigte sie ihn mit einem Verband. Als sie am Morgen erwachte, hatte sie einen vergifteten Fuß.
[37.18] Sie kam mit ihrem vergifteten Fuß zu mir und ich fragte, „Gute Frau, was haben sie getan?“ Ich sagte, „Das ist ein vergifteter Fuß.“ Sie sagte, „Wissen Sie, ich habe einen Hering um meinen Fuß gebunden, weil ich eine Frostbeule hatte.“ „Wer hat Ihnen dazu geraten?“ „Oh“, sagte sie, „ein Mann hat mir dazu geraten, wissen Sie. Er wusste, wovon er sprach, wissen Sie?“ „Ja, Sie waren kurz davor, Ihren Fuß zu verlieren“, sagte ich, „in spätestens zwölf Stunden hätten Sie Ihren Fuß verloren. Sie wären im Krankenhaus, weil man Ihnen den Fuß amputieren müsste, weil Sie jetzt einen so geschwollenen Fuß dieser Größe (er demonstriert es) haben und weil der rote Streifen Ihr Bein hinauf läuft. Ihre Drüse hier oben ist ganz geschwollen.“ „Ist noch was zu machen?“, fragte sie.
[38.05] Ich sagte, „Das muss nun schnellstens aus Ihnen heraus. Sie müssen sofort heiße und kalte Anwendungen haben. Sie müssen einen Einlauf haben. Sie müssen Ihre Därme reinigen, Ihr ganzer Körper muss gereinigt werden und Sie dürfen gar kein Fleisch essen. Sie dürfen zwei oder drei Tage lang gar nichts essen. Trinken Sie Wasser, Gerstenwasser und Zitronensaft. Sie müssen Ihr Blut reinhalten und diese Sache aus Ihrem Organismus entfernen, und Sie benötigen die richtigen Anwendungen, um die Gifte aus dem Fuß herauszubekommen.“
[38.38] Ich sagte ihr also, was zu tun war. Ich sagte, „Nun, Sie werden zum Apotheker gehen und Sie werden eine Menge Borsäure kaufen, so viel Sie bekommen können – und eine Menge zum Abdichten. Sie werden Ihren Fuß damit verbinden und das Ganze abdichten. Sie werden ihn rundum verbinden und Sie werden ihn verbunden lassen und stets erfrischen. Dann werden Sie heiße und kalte Anwendungen haben.“

 

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[39.04] Innerhalb von zwölf Stunden ließ die Entzündung nach und es wurde all das Gift aus ihrem Fuß herausgezogen. Ich sagte, „Nun dürfen Sie Ihrem Glücksstern danken, dass Ihr Fuß noch dran ist!“ Amateur-Ratgeber!
[39.23] In der Neuausrichtung unseres Lebens liegt stets der erste Schritt, um unsere Freiheit zu erlangen, um reichhaltiger zu leben, um größere Energie und Elan zu gewinnen und um zu einem klaren und konfliktfreien Geist zu gelangen.
[39.36] Dieser erste Schritt ist Entspannung gekoppelt mit göttlichem Denken, und ich kann seine Wichtigkeit nicht oft genug betonen.
[39.44] Während Sie meinen Anweisungen sorgsam folgen, werden Sie sich selbst eine vollkommene Entspannung lehren und in diesen zehn Unterrichtsstunden durch göttliches Denken Freiheit erlangen.
[39.57] Der erste Schritt: Finden Sie eine Couch, die nicht zu weich ist und auf der Sie dennoch bequem liegen können. Legen Sie alle enge Kleidung ab, Gürtel, Strumpfbänder, Stiefel usw. Besorgen Sie sich eine weiche, leichte Decke und zwei Kissen, von denen eines etwas größer als das andere ist.
[40.20] Legen Sie sich nun hin, schieben Sie sich das größere Kissen unter Ihren Kopf und das andere unter Ihre Knie. Nun ziehen Sie das Kissen unter ihrem Kopf so weit herunter, dass ihr Nacken behaglich ruht. Es darf keine Brücke zwischen Kopf und Schultern sein und das ganze Gewicht muss aufgefangen werden, so dass nirgends eine Anspannung herrscht. Es ist absolut erforderlich, dass Ihr Kopf und Ihr Nacken behaglich ruhen. Sollte Ihnen das nicht gelingen, dann benötigt Ihr Nacken eine Justierung und Sie sollten zur notwendigen Justierung zu mir kommen. Einige Menschen können ihren Nacken nie richtig entspannen, weil […]
[41.11] Positionieren Sie das Kissen unter Ihren Knien derart, dass die Muskeln nicht angespannt sind. Manchmal ist es so, dass Ihre Muskeln angespannt sind, wenn Sie sich hinlegen und die Beine ausstrecken. Sie spüren die Anspannung in Ihren Muskeln. Jene Anspannung muss herausgenommen werden, weil es keine Anspannung geben darf – was Sie suchen, ist Entspannung. Spreizen Sie Ihre Beine um ungefähr 30 Grad, so dass die Außenseiten der Waden das Gewicht tragen.
[41.46] Legen Sie Ihre Arme leicht zur Seite, wobei Ihre Hände in Ihren Leistenbeugen ruhen.
[41.51] Manche Menschen sind so beschaffen – sobald sie sich hinlegen, kommt ihre Hand so hervor. (Er demonstriert es.) Sie können keine Entspan-

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nung erwarten, wenn Ihre Hand derart hervor kommt und auch können Sie sich keine Entspannung versprechen, wenn Spannung in den tiefer liegenden Muskeln herrscht, darum müssen Sie die Anspannung herausnehmen.
[42.16] Entspannen Sie Ihren Kiefer, senken Sie Ihren Unterkiefer, dann schließen Sie Ihre Lippen. Sie können sich nicht entspannen, wenn der Unterkiefer fest ist. Schließen Sie Ihre Augen.
[42.30] Sie müssen lernen, Ihren Unterkiefer nach vorn anzuheben. Das ist das Geheimnis der Entspannung. Entspannung mit einem festen Unterkiefer ist unmöglich.
[42.45] Nehmen Sie die Anspannung aus Ihren Armen und Beinen, entspannen Sie, entspannen Sie, entspannen Sie. Sie müssen mit Ihren Beinen und Armen sprechen. Wenn Sie das tun, geschieht folgendes: Während Sie Ihre Arme und Beine entspannen, wird von Ihren Armen und Beinen eine Nachricht an das motorische Zentrum Ihres Gehirns gesendet. Diese Nachricht wird erwidert, und dann wird die Entspannung beginnen.
[43.17] Der synaptische Prozess des Gehirns verringert sich. Stets ergießt sich Energie über uns. Wenn Sie Anspannungen in Ihren Muskeln haben, kommt es zu einem ständigen Energiefluss über diese Synapsen. Wenn Sie entspannt sind, beruhigen sich diese Synapsen. Sie veranlassen dann den motorischen Bereich Ihres Gehirns dazu, sein Fehlverhalten aufzugeben. Hier wird es transformiert und Sie spüren erste Ergebnisse, und bewusst werden Sie eines eindeutig stattfindenden Heilungsprozesses gewahr. Der Mechanismus setzt sich in Gang und das Leben ist befreit.
[Im Buch, keine Aufnahme] Das ist der erste Schritt in dieser Woche.
[44.14] Sprechen Sie mit Ihren Armen und Beinen. Diese wiederum werden eine Nachricht darüber, was in Ihnen stattfindet, an das Kleinhirn senden, und das Kleinhirn wird beginnen, das Verhaltensmuster loszulassen.
[44.25] Jeden Tag werden sich Ihre Arme und Beine mehr und mehr entspannen. Lernen Sie zunächst, Ihre Arme und Beine zu entspannen, den Grund dafür werde ich Ihnen später sagen.
[44.37] Nachdem Sie sich etwa zwanzig Minuten lang entspannt haben, atmen Sie tief und wiederholen Sie sechzigmal: „Göttlicher Frieden erfüllt mich.“ Göttlicher Frieden erfüllt mich.“
[44.57] Wir haben einen Wirkungskreislauf, der für uns arbeiten wird, wenn wir ihn zu nutzen wissen. Er führt zu Resultaten und zahlt sich reichlich aus.

 

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[45.07] Wir haben irrige Vorstellungen vorangegangener Generationen ererbt, die wie wir in Unkenntnis der Wahrheit der großartigen inneren Welt gelebt haben. Jene, die damit fortfahren, die wundervolle innere Welt zu ignorieren, die uns unentwegt Leben und Stärke gibt, können letztlich allein sich selbst dafür verantwortlich machen, wenn sie im Netz der Illusion irriger, selbsterschaffener, emotionaler Verhaltensmuster gefangen bleiben, die Unheil in ihrem Leben anrichten.
[45.50] Wir leiden heutzutage, sowohl individuell als auch kollektiv, unter diesen von uns unwissentlich selbsterschaffenen emotionalen Verhaltensmustern. Infolgedessen produzieren wir in der Welt um uns herum die Auswirkungen dessen, was wir denken. Unsere Gedanken erzeugen ihresgleichen.
[46.16] Trachten Sie zunächst nach dem Königreich und nach dem rechten Gebrauch jenes Königreichs, und alles Andere soll Ihnen hinzugegeben werden. Möge es Ihnen gut ergehen!

 

[46.33] Segensspruch / Gebet


Oh, göttlicher Frieden, ich bin im Einklang mit dir. Ich sorge mich nicht darum, ob die heulenden Granaten schmerzvoller Erinnerungen um mich herum ertönen.
Ich nehme keine Notiz von irrläufigen Schüssen, die auf meine Ehre abgefeuert werden.
Maschinengewehre voller Sehnsucht und Gefühl mögen ihre Salven abfeuern, denn während du bei mir bist, bin ich sicher hinter den Schutzwällen deines ewigen Friedens.
Ich bin sicher im Getöse des modernen Lebens, denn ich strebe nicht danach, den Zorn in anderen zu erwecken und ebenso erwecke ich keinen Unmut und keinen Neid in ihnen. Denn aus mir selbst bin ich nichts, alle meine Segnungen kommen von dir.
[Im Buch, keine Aufnahme] Ich danke dir für deinen geheimen Speicher immerwährenden Friedens, der in meiner Seele verborgen ist. Ich bemerke, dass er in mein Bewusstsein fließt, während ich mich entspanne und an dich denke, oh, göttlicher Frieden.


M. B.

 

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Epilog


[47.57] Wir werden später lernen, wie wir uns vollkommen entspannen. Heute Abend werden wir das nicht behandeln, aber in zukünftigen Lektionen. Nach den Übungen dieser Woche sollten Sie an dieser Stelle fähig sein, die Muskeln Ihrer Arme und Beine zu entspannen. Wir werden das also in der nächsten Lektion behandeln, weil Sie so eine Woche lang Zeit zum Üben haben. Denn nächste Woche nehmen wir uns einen anderen Körperteil vor und so weiter und so fort. Darum müssen Sie neben den alten jede der neuen Übungen fortsetzen, wenn sie dran sind.
[48.42] Nun wollen wir uns auf die Zuflucht der stillen Heilkraft einstellen …