Zuflucht der Stillen Heilkraft

Leseprobe, Januar 1950

1950 Januar,  Brief 28, Thema: Alle Dinge neu machen

Meine lieben Freunde, wir sind in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts eingetreten und ich gebe Ihnen allen freiweg meinen Segen, dass Ihr Leben Ihnen und allen, mit denen Sie in Kontakt treten, eine Freude sei. Im ersten Brief dieses Jahres geht es darum, alles neu zu machen. Dieser Titel ist einem der folgenden Briefe entnommen, den ich neulich erhielt:
Aus O. F. S., (3) „Ihr Rundschreiben bedeutet mir so viel. Die Zuflucht ist zu einem lebendigen Teil meines Lebens geworden. Sie haben alles neu gemacht. Möge Gott Sie segnen und Sie uns erhalten.“ P. W. H.
Aus Neuseeland, „Ich kann Ihnen einfach nicht sagen, wie sehr ich Ihre wundervolle Hilfe willkommen heiße. Nicht allein meine Gesundheit hat sich verbessert, sondern auch mein ganzer Ausblick auf das Leben, tatsächlich haben Sie für meine ganze Familie Wunder bewirkt. Möge Gott Ihr wundervolles Werk segnen.“ L. J.
Aus England, „Ich weiß kaum, wie ich Ihnen danken soll. Ich verdanke Ihrer großartigen Hilfe so viel, physisch, mental und GEISTIG. Gott wird sicherlich solchen Glauben, wie Sie ihn mir gegeben haben, segnen.“ H. R. S.
Aus Johannesburg, „Vor zwei Wochen bat ich Sie um Hilfe für meine Enkeltochter, die unter rheumatischem Fieber litt. Ich bin dankbar, sagen zu können, dass sie nun vollkommen geheilt ist. Wir danken Ihnen sehr, und Gott segne Ihr wundervolles Werk.“ E. N.
Aus O. F. S., „Gott segne Sie! Haben Sie millionen Dank für Ihre Hilfe und Freundlichkeit. Das Baby und ich strotzen vor Kraft und meine Freude ist so groß.“ L. B.
Aus der Kap Provinz, „Vor kurzer Zeit bat ich darum, das der Name meines Vaters in die Zuflucht aufgenommen würde und jetzt danke ich Ihnen für Ihre wundervolle Hilfe. Der Arzt

 

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sagte uns, dass es ihm niemals wieder besser gehen würde, tatsächlich, dass es ihm stets schlechter gehen würde. Doch nun geht es ihm gut und wir können nicht glauben, dass es wirklich wahr ist.“ F. M.
Und es gibt hunderte andere, ähnliche Briefe, ich wünschte, ich hätte den Raum, um Auszüge aus diesen Briefen zu präsentieren. Sie alle sind so wundervoll und beweisen die Kraft des GEISTES, der alle Dinge neu macht.


Alle Dinge neu machen


Wir sind gerade in ein neues Jahr getreten, vielleicht das wichtigste Jahr, weil wir nun, 1950, in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts eingetreten sind.
Wir sprechen darüber, neue Resolutionen zu formulieren, doch diese Resolutionen sind von geringem Wert für uns, wenn wir der Wahrheit unseres Seins nicht gewahr sind.
Wenn wir dieses fundamentale Gesetz des Lebens begreifen, gibt es keinen Bedarf für Resolutionen, denn wir machen alle Dinge neu. Durch die Realisation dieser großartigen, lebendigen Wirklichkeit, die allen Dingen zugrunde liegt, wird dann alles für uns verändert. Wir erkennen in jedem Menschen und in jedem Ding diese ewige Substanz, aus der alles gemacht ist. Wir kommen zu der Wahrheit des „Einen“, in dem alle Dinge existieren.
Erst kürzlich hat Einstein4 gewisse mathematische Tatsachen postuliert, um zu beweisen, dass es nur eines gibt und alles aus diesem Einen und in diesem Einen sein muss. Nun, diese Wahrheit ist den großen Denkern der Weltgeschichte die Zeitalter hindurch bekannt gewesen.
Nun, lassen Sie uns uns selbst verstehen, so dass wir dadurch alles neu machen können.5 Wir wissen, dass Gott allein die Himmel und die Erde und alles darauf erschaffen hat. Er konnte all das allein in sich selbst und aus seiner eigenen Substanz erschaffen – lassen Sie uns diese Substanz „Geist“ nennen – da es keine andere Substanz als seine geben kann, der Natur nach un-

 

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endlich seiend. Daher sind wir geradezu aus seiner eigenen Substanz gemacht und jeder Substanzpartikel muss Gott sein, denn es kann nichts außerhalb von ihm geben. Paulus sagt, „Wir leben und bewegen uns und haben unser Sein in ihm.“ Jesus fragt, „Wisst ihr nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir?“
Ich zitiere Ihnen diese Aussagen hier, um zu unterfüttern, was ich Ihnen offenbaren möchte, denn wenn Sie nicht selbst darauf kommen, wird es für Sie leichter sein, es durch die Worte der Propheten zu akzeptieren. Wenn Sie etwas lesen und das Gelesene als Wahrheit akzeptieren, ohne wirklich zu wissen, ob es wahr ist oder nicht, scheitern Sie – weil Sie es selbst nie durchdacht haben – Sie haben es sich nicht zueigen gemacht und darum ist die Wahrheit für Sie eine relative Sache und keine Wirklichkeit. „Ich bin die Wahrheit.“
Nun, die großartige Sache, die Sie wissen wollen, ist diese, „Wie materialisiert sich Geist?“ Dieses Thema beschäftigt die meisten Menschen, besonders jene, die selbst schöpferisch tätig werden wollen. Von daher richtet sich das schöpferische Prinzip nach innen und nicht nach außen.
Der eine lebt, um für sich selbst etwas zu erschaffen, seinen Reichtum zu mehren, seine Macht, sein Ansehen usw., während der andere um der Schöpfung willen schöpferisch tätig ist. Der eine lebt für sich und der andere lebt für alle. Der eine hat alle Kümmernisse der Welt und der andere alle Freude, der eine wird vergessen und an den anderen erinnert man sich. „Ihr müsst euch an den Ewigen erinnern, denn er ist es, der euch die Kraft gibt, etwas zu erreichen.“ Deut. 8: 186
Der ewige Gott ist die schöpferische Kraft in allen und da der Ewige „alles“ ist, gewinnen wir mehr, wenn wir für alle schöpfen und nicht nur für das Ich. Somit machen wir Gott nicht zu einer getrennten, relativen Sache, zu einer Vorstellung in unserem Geist, sondern er wird zum schöpferischen Willen in uns. „Ich und der Vater sind eins.“ „Der Wille des Vaters geschieht in mir.“


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Diese Aussagen müssen wir uns zueigen und in uns selbst zu einer Wirklichkeit machen.
Ihr „Ich“ ist die schöpferische Instanz, doch aus sich selbst heraus ist das „Ich“ nichts. Das „Ich“ muss sich selbst im Ganzen verlieren, um wirklich zu werden, und es ist dieses bewusste schöpferische „Ich bin jener Ich bin“, welches wahrlich regiert, führt und dirigiert, welches manipuliert und materialisiert.
Jesus sagt mit anderen Worten, „Bittet in meinem Namen und der Vater wird euch geben.“
Bitten Sie im Namen des Sohnes Gottes, des Sohnes des Vaters, den Vater als Quelle Ihres Seins anerkennend und er wird das Werk für Sie vollbringen. „Es ist der Vater, der stets in mir bleibt, er vollbringt das Werk.“
Nun, es ist ein gewisses Maß an Training notwendig, um die Kraft zu entwickeln, alle Dinge neu zu machen, und ich werde Sie in einer einfachen Übung anleiten, die in Ihnen die Anerkennung jenes großartigen Ichs entwickelt, das dem individuellen Ich zugrunde liegt.
Alle Meister der Natur haben diese Anerkennung früher oder später durch die Entwicklung des bewussten Gewahrseins des Ichs gegenüber allen Dingen, die ihm gegenüber relativ sind, gewonnen.
Während meines eigenen Trainings7 wurde ich darin angeleitet, die „Nicht-Ich“-Dinge zu analysieren, bis ich zur Anerkennung dessen gelangte, dass mein Geist und mein Körper relative Werkzeuge waren, in denen ich handelte und schöpferisch tätig war. Als ich das realisiert hatte, fand ich heraus, dass diese Werkzeuge auf mein Denken und meine Führung antworteten. Meine Gesundheit und meine Lebensumstände verbesserten sich, und obwohl ich mich bereits in meinem 72. Lebensjahr8 befinde, bin ich so jung und männlich wie ein Mann in der Blüte seines Lebens.


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Ich erlebte das mit den fortgeschrittenen Meistern, der einzige Unterschied war der Grad dieser Anerkennung. Verglichen mit gewöhnlichen Menschen waren diese Menschen Götter. Doch die wirkliche Kraft manifestiert sich selbst erst dann, wenn das „Ich“ sich im großartigen „Ich bin“ verloren hat, im Schöpfer aller Dinge.
Während man die Schöpferkraft durch diese Anerkennung entwickelt, verändert sich die Einstellung zu äußeren Dingen vollkommen. Sie sind einfach nur Dinge, Auswirkungen, und darum fällt auch Ihre Reaktion ganz anders aus – einer der Hauptpunkte Ihrer mentalen Verfassung. Es ist stets die mentale Einstellung, die Sie zum Äußeren einnehmen, welche Ihnen die Macht über das Äußere gibt.
Ihr Geist verändert sich, Ihr Körper verändert sich, doch „Ich bin jener Ich bin“ verändert sich nie – das ist, was Sie wirklich sind – und was „Sie“ immer bleiben werden, weil es nicht getrennt von der Schöpferkraft hinter allen Dingen ist. „Ich bin“ – Bewusstsein und Leben sind synonym. Die Namen sind unterschiedlich, doch sie sind ein und dasselbe. Hüten Sie sich also davor, in Ihrem Denken das „Ich bin“ relativ zu machen, Sie müssen wissen, dass „Sie“, dass „Ich bin“, denkt und handelt. Folglich machen Sie alle Dinge neu.
„Ich bin“ – Sie stehen über allen Dingen, daher haben Sie eine positive Einstellung zu allen Dingen, die Ihnen gegenüber relativ sind, doch Sie müssen durch diese Übung zunächst herausfinden, was Ihnen gegenüber relativ ist. Alles, worüber Sie nachdenken können, was Sie sehen, was Sie fühlen und berühren, ist relativ. „Ich bin“ – Sie sind lediglich gegenüber dem großartigen „Ich bin“ negativ eingestellt, dem großartigen schöpferischen Gott, der sich selbst in Ihnen und durch Sie manifestiert. Wenn Sie das verstehen wird der Vater für Sie tun, worum auch immer Sie ihn bitten, weil Sie praktisch eins sind.
Während Sie Ihre Autorität über alle Dinge behaupten, unterwerfen Sie sich dem „Größeren“, der Vater ist größer als „Ich.“


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und öffnen froh und freudig Ihre Seele, dem Einfluss seines göttlichen Willens, seiner Weisheit und Liebe, und alle Dinge werden Ihnen hinzugegeben werden.
Es heißt, dass Salomo Gott lediglich um Weisheit bat und ihm damit einhergehend alle anderen Dinge hinzugegeben wurden – so ist es mit mir und Ihnen.
Der richtige Gebrauch unserer Denk-Handlung ist essentiell für unsere Gesundheit und unser Glück. Daher ist es die wichtigste Sache in unserem Leben, ein Wissen darüber zu erwerben, wie wir uns einbringen, so dass wir zu einem Gewinn statt zu einer Belastung für unsere Mitmenschen werden.
Daher ist der erste Schritt, eine mentale Hausreinigung durchzuführen, so dass Sie Ihren Geist zum Arbeiten benutzen können. Mit mentaler Hausreinigung meine ich, alles zu erkennen, was falsch ist, und das ist am Anfang nicht leicht zu bewerkstelligen, wegen Ihres krampfhaften Festhaltens an vorgefassten Glaubensvorstellungen und Ideen, die in den meisten Fällen nicht Ihre eigenen sind, sondern das, woran Sie sich gewohnheitsmäßig über Jahre hinweg angepasst haben.
Falsche Vorstellungen und Irrtümer reproduzieren sich ständig selbst, doch wenn wir beginnen, zutiefst, logisch und aus der ersten Ursache heraus zu denken, werden falsche Vorstellungen und Irrtümer auf natürliche Weise verschwinden.
Wenn Sie etwas akzeptieren, was Sie gelesen oder gehört haben, ohne Ihre göttliche Weisheit darauf anzuwenden, dann sind Sie durch das, was Sie akzeptieren, gebunden. Wenn Sie gelehrt wurden, sich einem bestimmten Glauben mittels einer Angst anzupassen – dass Sie etwas befallen würde, wenn Sie nicht an diesem Glauben festhielten – dann sind Sie ein Gefangener und Freiheit ist unmöglich. Diese Anpassung geschieht, wenn der Geist noch jung ist und es braucht einige Zeit, bis Sie die Ketten loswerden, die Sie festhalten.


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SIE SIND JETZT FREI. Aber das können Sie nur verwirklichen, indem Sie wissen, dass Gott und Sie eins sind und dass das nie anders gewesen ist. Wie könnte es je anders sein, wenn Sie und der Vater eins sind und immer eins sein werden? Ihre Denkkraft, Ihre schöpferische Kraft, kommt vom Vater, der im Inneren das Werk vollbringt.
Daher ist jedwede Glaubensvorstellung, die Sie von Ihren Mitmenschen trennt, eine Illusion und keine Wahrheit. Sie streiten nie über die Wahrheit, Sie streiten lediglich über Ihre Vorstellungen davon, was die Wahrheit ist. Doch die Wahrheit ist, und Sie sind die Wahrheit. Niemand kann abstreiten, dass Sie leben, und zu leben ist die Wirklichkeit, denn Gott allein lebt.
Wenn Sie Ihren Geist von allem gereinigt haben, was Irrtum und Illusion ist, dann werden Sie sehen, dass die Wahrheit da ist. Sie war stets da, bedurfte nur einer Aufdeckung und das ist der Reinigungsprozess des Geistes.
Nun ist die Wahrheit keine Vorstellung und auch kein Bild, auch können Sie sie nicht erschaffen. Was Sie erschaffen, ist nicht die Wahrheit, es ist lediglich eine Vorstellung von der Wahrheit, und erst wenn Sie durch den Reinigungsprozess bei der Wahrheit angelangt sind, können Sie wirklich etwas erschaffen, denn dann wird es weder Zweifel noch Ängste geben, die Sie behindern.
In meinem nächsten Brief werde ich Ihnen weitere Anweisungen geben, so dass Sie für alle Zeiten ein großartigeres und kraftvolleres Werzeug sein werden, nicht nur für sich, sondern für alle anderen, mit denen Sie in Kontakt treten. Allein indem Sie jetzt ein aktiver Mitarbeiter werden, können Sie alle Dinge erneuern.


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Danksagung / Gebet


Oh, göttlicher „Einer“, der in allen weilt, lehre uns, durch die göttliche Weisheit deiner Gegenwart den Geist zu reinigen und den Körper zu heilen.
Du bist mir Vater-Mutter, mein Freund, mein Geliebter, du bist ich selbst.
Du hast mich in dir und aus deiner eigenen Substanz erschaffen und dein GEIST des Lebens lautet, „Ich.“
Oh, anbetungswürdiger Einer, wie liebenswert du bist, wenn ich das Beste in mir erkenne.
Möge der Glorienschein deiner Gegenwart allen Geistern in allen Ländern der Erde offenbart werden, so dass die materielle Verehrung in eine Verehrung deiner Gegenwart, deiner Weisheit und deiner Liebe verwandelt werde,
so dass wir lernen, dich am meisten zu lieben und dich überall zu erkennen,
so dass sich dein GEIST in all seinen göttlichen Werten in der ganzen Menschheit manifestiert,
so dass wir lernen, dass wir frei von Begrenzung, Unvollkommenheit und Elend sind,
so dass sich dein Königreich, welches im Inneren ist, im Äußeren manifestieren wird, dann werde ich mich mit dir eins wissen.
Oh, Geliebter, deine Liebe hat uns „eins“ gemacht, alle Dinge erneuernd.


MEIN FRIEDEN UND MEINE LIEBE BLEIBEN BEI IHNEN


Ergebenst Ihr,
M. MacDONALD-BAYNE

12 Briefe aus der Zuflucht 1950

Buch, A5, Paperback, 116 Seiten

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